Wir über uns
Vorlauf
In der 1993 durch die damalige IG Medien im Landesbezirk Niedersachsen-Bremen, unter dem Vorsitz von Alexander Schadow, eingerichteten Niedersächsischen Landeskulturkommission Bildende Kunst die über einen Zeitraum von zwei Jahren regelmäßig tagte, stand im Mittelpunkt unter anderem die Entwicklung von Vorschlägen, wie Kunst im sozialen Umfeld wirkt und welche Möglichkeiten die Integration künstlerischer Kompetenz an Bildungseinrichtungen, psychosozialen Institutionen und in Kliniken beinhalten.
Die Ergebnisse wurden 1995 von Dr. phil., Dr. habil. Henning Müller und Alexander B. Schadow im Enquetebericht: „Zukunft Kunst” herausgegeben und vorgestellt.
Die Enquetekommission tagte unter anderem im Auftrag der Fachgruppe Bildende Kunst in der IG Medien Niedersachsen-Bremen und verstand „ihre Tätigkeit von Anfang an als die eines sachkompetenten Gremiums, das eine Vermittlungsfunktion zwischen den beruflichen Interessen der Bildenden Künstler und dem Bedarf der Gesellschaft wahrnimmt.”
Die Gründung
Zahlreiche Vorschläge und Empfehlungen der Niedersächsischen Landeskulturkommission griff Anregungen und Forderungen auf, die teilweise bekannt waren und seit Jahren diskutiert wurden: so z. B. die Forderungen des Künstlerkongresses in Frankfurt am Main 1971 und der Bundeskulturkommission der ehemaligen IG Medien 1992 oder die Anregungen des INSEA – Weltkongresses für Ästhetische Erziehung in Hamburg 1987. Ebenso wurden ehemalige kommunale „Modellprojekte” neu definiert und in die Untersuchungen mit einbezogen.
Eines der Resultate war die gemeinsame Initiative zur Entwicklung des Curriculum „Kulturberatung” unter der fachlichen Leitung von Dr. Dr. Henning Müller, in dessen Verlauf in einer einjährigen Vollzeitweiterbildung künstlerische Kompetenz um psychologische Beratungskompetenz erweitert wurde.
Heute
Das Institut für Kunst und Therapie Potsdam – Kunsttherapeutenakademie ist heute eine behördlich anerkannte Bildungseinrichtung, deren Förderungswürdigkeit und Gemeinnützigkeit als Körperschaft von beruflichen Aus- und Weiterbildungen durch das Finanzamt bescheinigt ist. Das Institut ist beim Amtsgericht Lüneburg in das Vereinsregister eingetragen.
Der Vorstand im Sinne von § 26 BGB ist zugleich das Präsidium des Instituts für Kunst und Therapie Potsdam und besteht aus dem Vorsitzenden (Präsidenten) und dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden und der zweiten stellvertretenden Vorsitzenden. Die Mitglieder des Präsidiums führen die Geschäfte grundsätzlich ehrenamtlich.
Der Vorstand wird fachlich beraten und begleitet durch eine ehrenamtlich tätigen Beirat.
Die Aus-, Fort- und Weiterbildungen
Teilnehmer der Weiterbildung Psychosoziale Kunsttherapie wurden bereits sowohl von der Agentur für Arbeit wie auch seitens der Deutschen Rentenversicherung gefördert. Die Weiterbildung Psychosoziale Kunsttherapie ist auf der Seite der Arbeitsagentur unter www.kurs.de in dem Verzeichnis Kursnet unter der Veranstaltungs-ID: 1849894, Kunst- und Gestaltungstherapie, Kreative Therapie (C 771-14-a6) aufgeführt. Die hier angebotene Weiterbildung zum Psychosozialen Kunsttherapeuten ist eine durch das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) geschützte Berufsbezeichnung.
Die Qualifikationen im Bereich Psychosoziale Kunsttherapie umfassen die Bereiche Erziehung, Ausbildung, kulturelle Aktivitäten, wissenschaftliche Forschung, Qualitätsprüfung, Zertifizierung, medizinische Dienstleistungen, psychologische Dienstleistungen, Gesundheitspflege und psychosoziale Betreuung (DPMA Klassen 41, 42, 44).
Zur weiteren Qualitätssicherung hat sich das Institut der Fachaufsicht durch den Dachverband DGKT (Deutsche Gesellschaft für Kunsttherapie) und dem Fachverband VDKT (Verband Deutscher Kunsttherapeuten) unterstellt.
Zu den wenigen Berufsständen in der Bundesrepublik Deutschland, die einem eigenen Berufsgesetz unterliegen (entgegen den reinen Berufsordnungen anderer Berufsstände), gehören Ärzte, Heilpraktiker und Psychotherapeuten. Somit stellt die Abschlußurkunde des Instituts keinen Hochschulabschluss dar, ist aber als gleichwertig anerkannt und dokumentiert die erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen entsprechend den Ausbildungsrichtlinien der genannten Dach– und Fachverbände und des Arbeitskreises Kunst– und Gestaltungstherapie im VFP (Verband Freier Psychotherapeuten).
Als Fachakademie und Heilpraktikerschule vermittelt das Institut heilkundliche Kenntnisse, um Absolventen zu professioneller Tätigkeit in verschiedenen Arbeitsfeldern mit unterschiedlichen Zielgruppen zu befähigen. Gemäß des Heilpraktikergesetzes bedarf, wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, eine Erlaubnis:
„Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird. Wer die Heilkunde bisher berufsmäßig ausgeübt hat und weiterhin ausüben will, erhält die Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen; er führt die Berufsbezeichnung ‚Heilpraktiker‛ ”.
(Auszug aus dem Heilpraktikergesetz).
Ziel der insgesamt vierjährigen, berufsbegleitenden Weiterbildung ist das Bestehen der staatlichen Prüfung im Bereich der Psychotherapie gemäß des Heilpraktikergesetzes. Zusammen mit diesem staatlichen Abschluss erreicht der Absolvent ein Alleinstellungsmerkmal, das die bestmögliche Eingliederung in das berufliche Umfeld ermöglicht. In seinem Leitbild bekundet das Institut die besondere Verbundenheit mit der Humanistischen Psychologie.
Die Humanistische Psychologie begreift den Menschen als kreatives, zur Selbstverwirklichung strebendes Wesen. Fundamental für die Humanistische Psychologie ist ein positives Menschenbild, das gleichzeitig die Freiheit zur eigenen Entscheidung betont.