Psychologische Beratung / Counseling
(gemäß des PsychThG § 1, Abs. 3)
Die kürzlich gegründete Deutsche Gesellschaft für Beratung erklärt: „Beratung kann sich sowohl auf Personen und Gruppen in ihren lebens- und arbeitsweltlichen Bezügen als auch auf Organisationen beziehen.Sie befasst sich auf einer theoriegeleiteten Grundlage mit unterschiedlichen Entwicklungsaufgaben und multifaktoriell bestimmten Problem- und Konfliktsituationen. Sie stellt sich Anforderungen aus den Bereichen von Erziehung und Bildung, Sozial- und Gemeinwesen, Arbeit und Beruf, Wohnen und Freizeit, Gesundheit und Wohlbefinden, Ökologie und Technik, Pflege und Rehabilitation, Ökonomie und Politik sowie des Rechts, wie sie in den unterschiedlichen Sozialgesetzen, vor allem im Kinder- und Jugendhilfegesetz und im Bundessozialhilfegesetz formuliert sind. Diesem Beratungsverständnis liegt ein sozialwissenschaftlich und interdisziplinär fundiertes Handlungskonzept zu Grunde, das tätigkeitsfeld- und aufgabenspezifisch ausdifferenziert wird. Deshalb ist Kooperation und Vernetzung unterschiedlicher Berufsgruppen und Einrichtungen notwendiger Bestandteil der Beratungstätigkeit. Beratung ist subjekt-, aufgaben- und kontextbezogen. Sie ist eingebettet in institutionelle, rechtliche, ökonomische und berufsethische Rahmenbedingungen, innerhalb derer die anstehenden Aufgaben, Probleme und Konflikte dialogisch bearbeitet und geklärt werden. Ein Ergebnis des Beratungsprozesses ist nur kooperativ erreichbar.
Beratung ist eine personen- und strukturbezogene soziale Dienstleistung. Sie setzt somit eine gemeinsame Anstrengung und Leistung aller Beteiligten (BeraterIn / Beratene und ggf. Kostenträger) und klare Zielvereinbarungen voraus.
Beratung grenzt sich von anderen professionellen Interventionsformen ab. Beispiele sind: Die Informationsvermittlung in der Medizin, das Case Management in der Sozialen Arbeit oder die handlungsanleitende Beratung bei der Gewährung von materiellen Leistungen in der Sozialhilfe, die Rechtsberatung und die Psychotherapie (heilkundliche Behandlungen entsprechend PsychThG und HPG).
Abhängig von den zu bewältigenden Anforderungen, Problemlagen und Krisensituationen, in denen sich die Ratsuchenden befinden, kann Beratung Ressourcen aktivieren, gesundheitsfördernd, präventiv, kurativ oder rehabilitativ sein.”
Mit der Verabschiedung des Psychotherapeutengesetzes war es notwendig, eine Klärung herbeizuführen, was Beratung ist. Dies geschah im Kommentar zum „Psychotherapeutengesetz” durch A.-E. Meyer, R. Richter, K. Grave, J. Graf v.d Schulenburg und B. Schulte. Sie kommentierten: „Beratung ist begrenzt auf konkrete Ratschläge und die psychologische Führung und Formung bei persönlichen Schwierigkeiten, Erziehungsfragen, wichtigen Entscheidungen mit dem Ziel, dem Klienten zu helfen, unerwünschte, aber typische Variationen des Menschseins zu bewältigen. Methoden der Beratung sind das Beratungsgespräch, Anhören und Befragen, Veranschaulichen und Informieren. Beratung ist nicht erlaubnispflichtig.”
Der Begriff Beratung bezeichnet im Allgemeinen ein Gespräch oder auch eine Anleitung, mit dem Ziel, ein Anliegen oder ein Problem zu lösen oder sich einer Lösung anzunähern. Im psychosozialen Bereich gibt es hierzu auch verschiedene Beratungsmethoden. Die Berufsbezeichnung Berater ist nicht geschützt.
Das Seminar beginnt mit einem kostenfreien Bewerbungs- und Aufnahmegespräch.
Wir bitten Interessenten um kurzfristige Anmeldung mit dem Anmeldeformular. Sie erhalten dann umgehend einen Termin für das Bewerbungs- und Aufnahmegespräch.
Die Teilnehmer erhalten nach erfolgreichem Abschluß das Ascol-Zertifikat Psychologischer Berater / Counselor (IFKTP).
Bei Fragen steht Ihnen die Geschäftsstelle 0700/00043587 (Aus dem Festnetz der Deutschen Telekom: Mo-Fr 9-18 Uhr 12,6 Cent, übrige Zeit 6,3 Cent.) jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr und zur Verfügung.
Psychologische Beratung / Counseling
Seminarbezeichnung: Psychologische Beratung (gemäß dem PsychThG § 1, Abs. 3)
Bildungsart: Berufsausbildung
Schulart: Einrichtung der beruflichen Weiterbildung
Ort: Freie Akademie - Zentrum für Gesundheitsbildung, Im Nordfeld 16, 29336 Nienhagen
Zugangsvoraussetzungen: Mindestalter von 25 Jahren. Berufserfahrungen sind hilfreich. Therapeutische Zusatzqualifikation erwünscht (aber nicht Bedingung).
Auswahlverfahren: Aufnahmegespräch
Unterrichtsform: Wochenendveranstaltung und 1 Wochenblockseminar
Unterrichtszeiten: einmal im Monat, Samstag - Sonntag
Wichtige Hinweise: nebenberufliche Weiterbildung mit monatlichen Wochenendveranstaltungen und einer fünftägigen Unterrichtswoche nach dem Bildungsurlaubsgesetz sowie einem zusätzlichen, kostenpflichtigen Repetitorium vor dem Prüfungstermin
Zielgruppen: Krankenschwestern, Ergotherapeuten, Kunsttherapeuten, Physiotherapeuten u. a. Heilhilfsberufe sowie Beschäftigte in psychosozialen bzw. pädagogischen Einrichtungen
Inhalte des Seminars: Kenntnisse über die Abgrenzung der Beratung von heilkundlicher Tätigkeit im Bereich der Psychotherapie, d.h. von der den Ärzten, Psychotherapeuten und Heilpraktikern vorbehaltenen Tätigkeit. Die Befähigung, Klienten entsprechend der Problemstellung zu beraten und Grenzen der Beratung im Einzelfall zu erkennen, d.h. auch Nachweis der Kenntnisse der Ursachen der Erkrankungen, insbesondere auch der körperlichen Ursachen, um Abklärung und evtl. Behandlung durch Ärzte bzw. Psychotherapeuten veranlassen zu können.
Ausreichende Beratungskompetenz zur Vorbeugung, Lösung, Klärung von Lebensproblemen, biographischen und Krisen aller Art und von vielfältigen inneren oder äußeren Konflikten, z. B. von Entscheidungsschwierigkeiten, von als emotional, ethisch oder moralisch unklar empfundenen Problemlagen, von Fragen zur Lebensänderung, solchen zur allgemeinen, beruflichen, familiären oder partnerschaftlichen Neuorientierung.
Kenntnisse verschiedener Beratungsverfahren und deren Beratungsmethoden (lösungsorientierte Verfahren, personzentrierte Verfahren, entspannungsorientierte Verfahren, biographisch orientierte Verfahren). Sicheres Verhalten in Krisensituationen. Gute Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen.
Finanzielle Förderung: Anerkennung als Bildungsurlaub, in manchen Fällen ist eine Beteiligung des Arbeitgebers möglich. Es besteht die Möglichkeit, die Aufwendungen bei der Steuererklärung geltend zu machen.
Abschlußart: Prüfung
Abschlußbezeichnung: Ascol-Zertifikat Psychologischer Berater / Counselor (IFKTP)
Weitere Zusatzqualifikationen: Heilpraktiker für Psychotherapie
Berechtigung: Psychologische Beratung außerhalb der Heilkunde nach dem PsychThG § 1, Abs. 3, Mitgliedschaft im Berufs- und Fachverband
Prüfende Stelle: Prüfungsausschuß (interne Prüfung)
Gesamtdauer: 24 Monate und eine Intensivwoche (Block als Bildungsurlaub)

Leitung: Dozentin Angela Balkau, Dipl.-Paed. (Univ.)
Psychologische Beratung, Coaching, Lehrtraining, Supervision, Diplom Pädagogin (Pädagogische Universität Hannover, Deutschland), Dozentin für Psychosoziale Kunsttherapie am IFKTP und Mitglied des Prüfungsausschusses.