Institut für Kunst und Therapie Potsdam  | Tel.: (0700) 00043587 / (0700) 000ifktp
IFKTP - Fachakademie und Heilpraktikerschule

FAQ Frequently Asked Questions

Wie alt muß ich sein, damit ich eine kunsttherapeutische Weiterbildung machen kann?

Unsere Ausbildungsrichtlinien definieren die Eingangsvoraussetzungen. Für die nebenberufliche Weiterbildung sollten Sie mindestens 22 Jahre alt sein. Beim Vollzeit-Studium besteht keine Altersbeschränkung.

Muß ich ein Künstler sein, um an einer kunsttherapeutischen Weiterbildung teilzunehmen?

Ein abgeschlossenes künstlerisches Studium ist nicht erforderlich. Jedoch der Nachweis einer starken Affinität zu künstlerisch-kreativer Tätigkeit im Bereich bildende Kunst, darstellende Kunst, Tanz, Musik, Schreiben usw..

Was ist Kunsttherapie?

Kunsttherapie ist primär angewandte Kunst im sozialen Kontext. „Es geht darum, dass das Potential des Menschen durch die aktive Betätigung seiner physischen, affektiven und intellektuellen Kräfte zum Ausdruck kommt. In diesem Prozeß, das zu werden, was er potentiell ist, bringt der Mensch seine Energien auf die adäquateste Weise zum Ausdruck. Kann er sein Selbst nicht ausdrücken, so leidet er, ist passiv und wird krank.”  (Erich Fromm)

Was ist Psychosoziale Kunsttherapie?

Psychosoziale Kunsttherapie ist ein am Arbeitsfeld orientiertes, eklektisches kunsttherapeutisches Verfahren. Sie steht für eine integrative (Ansätze unterschiedlicher Therapieschulen zusammenfassende), interdisziplinäre (alle Künste umfassende, fächerübergreifende), interkulturelle (Kulturen übergreifende) Orientierung. Sie therapiert psychosozial, d. h. auf psychische und soziale Ursachen zurückgehende Konflikte und Störungen durch die Anwendung künstlerischer Medien wie Malerei, Schreiben, Lesen, Spielen, Plastizieren, grafische Gestaltung, Musik, Tanz und Bewegung und andere. Psychosoziale Kunsttherapeuten orientieren sich in der Therapie an den Bedürfnissen des Patienten, obgleich sie eine fachliche, methodische und kulturelle Orientierung vertreten können. Die Tätigkeitsbezeichnung Psychosoziale Kunsttherapie (IFKTP)® ist zugunsten von IFKTP markenrechtlich geschützt und darf ausschließlich von zertifizierten und graduierten Mitgliedern des Verbandes Deutscher Kunsttherapeuten VDKT ausgeübt werden, die eine Lizenz hierfür erhalten haben.

Was ist der Unterschied zur Ergotherapie?

Kunsttherapie ist eine junge Form der Therapie und wird oft mit der noch jüngeren Ergotherapie (Beschäftigungstherapie) verwechselt. Die Ergotherapie nutzt auch kreative Medien, allerdings geschieht dies zur Beschäftigung im Rahmen der Rehabilitation motorischer und psychomotorischer Fähigkeiten der Patienten. Die Ergotherapie hilft Menschen dabei, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verlorengegangene oder noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben (wieder) zu erreichen. Der Begriff Ergotherapie stammt aus dem Griechischen und besagt soviel wie Gesundung durch Handeln und Arbeiten. Das Ziel – größtmögliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit im Alltags-, Schul- und Berufsleben – wird mittels verschiedener Maßnahmen verfolgt.

Die Kunsttherapie dagegen will innere Kräfte mobilisieren und zu einem somatisch und psychischem Gleichgewicht führen. Dies geschieht durch den Einsatz von künstlerischen Ausdrucksformen (z. B. Tanz, Rollenspiel, Malerei, Musik) in Verbindung mit psychologischen Beratungsmethoden und -konzeptionen. Forschungsergebnisse haben gezeigt, daß sich z. B. der Malstil auf die Körperfunktionen auswirken kann; diese Tatsache macht sich die Kunsttherapie zu Nutze, um Klienten je nach Bedürfnis seelische oder körperliche Konzentration, Entlastung oder Heilung zu ermöglichen. Die Erfahrung im Künstlerischen führt dazu, daß Klienten die gewonnenen Erfahrungen in anderen Lebensbereichen weiterhin anwenden (Konditionierung).

Wie erfahre ich mehr über den Intensiv-Seminar Psychosoziale Kunsttherapie (IFKTP)?

Bei einem Besuch eines Einführungsseminars. Die Teilnahme an einem Einführungsseminar ist kostenlos. Weitergehende Informationen zum Seminar erhalten Sie während eines Bewerbungsgesprächs.

Wie erfahre ich mehr über die nebenberufliche Weiterbildungen im Bereich Psychosoziale Kunsttherapie ?

Weitere Informationen erhalten Sie während einer unserer Einführungsseminare oder bei einem Bewerbungsgespräch.

Besteht die Möglichkeit, einmal einen Probeunterricht zu besuchen?

Ja, wir bieten einmal im Monat einen Probeunterricht an. Hierbei werden unterschiedliche Einblicke in die kunsttherapeutische Praxis geboten. Die Teilnehmer lernen ebenfalls durch praktische Übungen die Anwendung kunsttherapeutischer Methoden kennen. Der Probeunterricht ist kostenlos.

Ist die Kunsttherapie anerkannt?

Die Kunsttherapie ist anerkannt. Kunsttherapeuten arbeiten seit der Einführung der KTL (Klassifikation therapeutischer Leistungen) in zahlreichen psychosozialen Institutionen, Kliniken und Privatpraxen. Neben Universitäten und staatlichen Fachhochschulen bieten auch viele anerkannte private Ausbildungsinstitute das Studium der Kunsttherapie an. Merkmal dieser Institute ist die Anerkennung durch die einschlägigen Fachverbände und die Möglichkeit der nebenberuflichen Weiterbildung.

Wer bildet die angehenden Kunsttherapeuten aus?

Dozenten aus verschiedenen Fachdisziplinen und Fachlehrer für Kunsttherapie bereiten die Teilnehmer der Weiterbildung auf eine berufliche Tätigkeit vor, die der Wiederherstellung, Förderung und Erhaltung der persönlichen Selbstorganisation des Menschen auf schöpferische Weise dient. Die Fachlehrer für Kunsttherapie führen vor allem Lehrveranstaltungen in einem oder mehreren theoretischen oder praktischen Lehrfächern durch, die zur Ausbildung künftiger Kunsttherapeuten gehören. Nach ihrer Ausbildung und Bestellung von dem dafür zuständigen Leitungsgremium der Ausbildungsstätte, spezialisieren sich Fachlehrer für Kunsttherapie auf bestimmte Unterrichtsfächer, z.B.: Methodenlehre, Diagnostik, kunsttherapeutische Selbsterfahrung (Lehrtherapie), Supervision, Psychopathologie, kunsttherapeutische Interventions- und Prozeßlehre, Theorie kreativer Medien und künstlerischer Formen.

Wird der Abschluß des Instituts anerkannt?

Unsere kunsttherapeutischen Abschlüsse sind bundesweit anerkannt und berechtigen zur ordentlichen Mitgliedschaft im Fachverband. Das Institut für Kunst und Therapie Potsdam ist selbst Mitgliedsinstitut und Ausbildungsinstitut nationaler und internationaler Fachgesellschaften und Berufsverbände. Die Berufsbezeichnung Psychosozialer Kunsttherapeut (IFKTP)® ist markenrechtlich geschützt.

Unser Abschluß

Das IFKTP vergibt an erfolgreiche Absolventen eine Ascol-Abschlußurkunde. Das VDKT-Diplom Psychosozialer Kunsttherapeut (IFKTP)® wird nur aufgrund ausreichender Ausbildungs-, Kenntnis- und Praxisnachweise erteilt. Es bestätigt, daß sich der Inhaber im Rahmen der ethischen Verpflichtungen unseres Berufsbildes bewegt. Die Lizenz kann bei gravierenden Verstößen gegen diese Verpflichtungen jederzeit entzogen werden. Der Absolvent erbringt alle zwei Jahre einen Qualitätsnachweis durch die Teilnahme an einer vom VDKT anerkannten Fachfortbildung, Supervision und Lehrtherapie. Das VDKT-Diplom ist kein Abschluß im Sinne eines Hochschuldiploms. „Aus der Sicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist die Verwendung des Wortes 'Diplom' als Bestandteil einer Abschlußbezeichnung, die außerhalb des Hochschulbereiches erworben wurde, mit dem Hochschulrahmengesetz vereinbar.” (Bundesministerin Frau Edelgard Bulmann in einem Brief vom März 1999, Quelle: BDIVWA Karlsruhe, März 2000) Auch ihre Vorgänger im Amt hatten keine Bedenken bei der Vergabe von Diplomen, soweit durch einen Zusatz klargestellt wird, daß das Diplom von einer nichtstaatlichen Institution vergeben wurde.

„Wie Sie bereits aus dem Schreiben meines Amtsvorgängers Prof. Dr. Karl-Hans Laermann vom 27.4.1994 wissen, bestehen aus Sicht meines Ministeriums gegen die Verwendung des Wortes ‚Diplom’ bei der Abschlußbezeichnung mit dem Zusatz ‚VWA’ keine rechtlichen Bedenken.” (Auszug aus dem Antwortschreiben des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie Jürgen Rüttgers vom 11. Januar 1995 an Prof. Dr. Peter Eichhorn. Quelle: AKADEMIE, Heft 1, März 1995, S. 27)

Mit dem Erwerb des VDKT-Diploms erhält der Geprüfte eine beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragene Berufsbezeichnung. Die Berufsbezeichnung darf nur führen, wer eine Ausbildung nach den Qualitätsrichtlinien des Fachverbandes erfolgreich absolviert und eine Lizenz durch das zentrale Ausbildungsorgan IFKTP erhalten hat. Das Diplom dokumentiert zudem die fachliche Kompetenz des Lizenzierten bei der Durchführung der künstlerischen Therapie.

Nach Zulassung als Heilpraktiker bzw. Heilpraktiker für Psychotherapie wird die Diplomurkunde entsprechend ergänzt. Die erweiterte Diplomurkunde für Klinische Kunsttherapie / Heilpraktiker –beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie – bestätigt, daß der Teilnehmer an einer Prüfung für die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Approbation für die heilkundliche Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz vor einer amtlichen Prüfungskommission (Gesundheitsamt) erfolgreich teilgenommen haben. Eine heilkundliche Tätigkeit, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz, ist nach dem Ablegen der amtlichen Prüfung nunmehr gestattet. Sie können sich mit dem erworbenen Abschluss in einer psychosozialen oder klinischen Einrichtung bewerben oder eine eigene Praxis eröffnen.

Kann ich als Psychosozialer Kunsttherapeut (IFKTP) auch freiberuflich tätig sein?

Eine freiberufliche kunsttherapeutische Tätigkeit im Rahmen der psychologischen Beratung unterliegt nicht der Heilkundeverordnung. Dies hat auch der Gesetzgeber in der Formulierung des sogenannten „Psychotherapeutengesetzes” berücksichtigt, wenn er im Paragraphen § 1 zur Berufsausübung schreibt: „(3) ... Zur Ausübung von Psychotherapie gehören nicht psychologische Tätigkeiten, die die Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben.” Die Aufgabe von Psychosozialen Kunsttherapeuten liegt wesentlich darin, mit künstlerischen Medien Selbsterfahrungs- und Selbstheilungsprozesse zu fördern, anzuregen und zu begleiten und so zur Aufarbeitung biographischer Probleme und Überwindung sozialer Konflikte beizutragen.

Gibt es eine staatliche Unterstützungen für die kunsttherapeutische Weiterbildung?

Die öffentliche Hand ist nicht zur Finanzierung von Vollzeitstudiengängen und nebenberuflichen Weiterbildungen an privaten Ausbildungsinstituten verpflichtet und entscheidet von Fall zu Fall.

Wie wird die Weiterbildung finanziert?

Durch Eigenfinanzierung, Sie bezahlen halbjährlich im Voraus eine Semestergebühr (monatliche Ratenzahlungen sind möglich). In manchen Fällen ist eine Beteiligung des Arbeitgebers möglich. Es besteht die Möglichkeit, die Aufwendungen bei der Steuererklärung geltend zu machen.

Kann ich das Studium jederzeit beenden?

Ja, Sie können mit dem Studium jederzeit aufhören; hierfür gibt es jedoch eine Kündigungsreglung.

Wird die Kunsttherapie von den Kassen bezahlt?

In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen keine kunsttherapeutischen Leistungen, die in eigener Praxis erbracht werden. In Kliniken werden kunsttherapeutische Leistungen über die KTL (Klassifikation therapeutischer Leistungen) abgerechnet.

Wie verdiene ich mein Geld als Kunsttherapeut?

Das hängt bei der nebenberuflichen Weiterbildung von Ihrem Ausgangsberuf ab, und davon, in welcher Funktion Sie eingestellt sind oder werden. Gegenwärtig gibt es noch keine tarifliche Einordnung für kunsttherapeutische Leistungen. Es liegt auch noch keine Honorarordnung vor. Sie verhandeln Ihr Einkommen oder Honorar selbst mit dem Arbeitgeber bzw. Klienten aus. Behilflich bei der richtigen Einschätzung Ihrer kunsttherapeutischen Leistungen ist der Berufsverband. Für kunsttherapeutische Leistungen, die Sie als Heilpraktiker – beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie – erbringen, können Sie sich an der Gebührenordnung für Heilpraktiker GebüH orientieren.